Memento (2009), digital print, 100 x 75,2 cm

Memento (2009), digital print, 60 x 45 cm

Memento (2009), digital print, 60 x 45 cm

Memento (2009), digital print, 50 x 37,6 cm

Memento (2009), digital print, diptych (1+2), 70 x 52,7 cm

Memento (2009), digital print, 120 x 90,3 cm

Memento (2009), digital print, 80 x 60,2 cm

»Die Vorstellung von sorgfältig in unserem Gehirn archivierten Erinnerungen ist passé, denn Erinnerungen sind in diesem Substrat in ihrer Form sehr instabil, was zur Folge hat, dass Menschen sich an Dinge erinnern, die sich so gar nicht ereignet haben. Das menschliche Gedächtnis ist schließlich kein Videoband, auf dem unser Leben in objektiven Bildsequenzen abgespeichert wird. Wir sehen zwar manchmal Szenen aus unserem Leben an unserem inneren Auge vorbei ziehen, aber die Bilder, die wir in der Erinnerung sehen, sind nicht immer die gleichen, die wir in der Erlebnissituation wahrgenommen haben.«
Idee ist es, aus persönlichem Video-Archivmaterial, welches infolge des zeitlich bedingten Verfalls stark beschädigt wurde, neue und unabhängige Bilder zu schaffen.
Die fehlerhaften Videoframes machen es unmöglich Wirklichkeit und Fiktion voneinander abzugrenzen, da die wichtigsten Informationen, die zum Verständnis der eigentlich festgehaltenen Situation dienen, nicht gegeben sind. Sie sind meist soweit entfremdet, dass nur noch graphisch anmutende Abbilder bleiben und befremdlich auf den Betrachter wirken. Sie werden zu ihren eigenen Abstrakta und verlangen nach einer genaueren Hinterfragung. Man wird gezwungen, sich der Frage zu stellen, ob die Möglichkeit mit einer Kamera Bilder für die Ewigkeit aufzunehmen tatsächlich besteht oder ob es am Ende doch das menschliche Gedächtnis ist, welches die Bilder vor jeglicher Zerstörung bewahren kann.
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