Die Arbeit TWENTY-TWO DAYS IN TEXAS AS A VERY GREAT PHOTOGRAPHER WITHOUT ANY GREAT IDEA dokumentiert einen 22-tägigen Aufenthalt des Fotografen in Texas in 22 Selbstportraits.
Die Bilder imitieren bewusst die Eigenschaften der Selfie-Ästhetik, wobei die Annäherung an die fremde Umgebung gleichermaßen im Vordergrund steht wie die Abbildung des Fotografen selbst, oder in diesem Fall seiner Nase, die als selbstironisches, charakteristisches Element auf allen Bildern zu sehen ist. Die schnappschussartigen Fotografien zeigen keine denkwürdigen Orte oder bedeutende Sehenswürdigkeiten, sondern vermitteln eher eine gewisse Belanglosigkeit und passive Anwesenheit und charakterisieren so die Beziehung zwischen Subjekt und Umgebung. Beides, Motiv und Perspektive, lassen den Eindruck eines Fehlers oder einer Nachlässigkeit des Fotografen entstehen und stellen somit die Verwendungsweisen und Modi der Amateur-Fotografie infrage.
Letztlich entstand aus Ideenlosigkeit und der Banalität des Moments der künstlerische Ansatz des Projekts - das Schaffen als Weg aus der Schaffenskrise.

Publication on the occasion of the exhibition "Still looking for Bret", edition of 150, Bielefeld (2016)

Twenty-two days in Texas as a very great photographer without any great idea, exhibition view, 22 framed photographs, 24 x 30 cm each (frame), Bielefeld (2016)

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