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1 Wenfeng Liao, Künstler, 2018
2 Ulu Braun, Künstler, 2019
3 Johann Sturcz, Maler, 2018
4 Gerhard Polt, Kabarettist, 2017
5 Jan Soldat, Filmemacher, 2017
6 Johanna Walderdorff, Illustratorin, 2018
7 Max Siedentopf, Künstler, 2018
8 Martin Fengel, Künstler, 2018
9 Johannes Langkamp, Künstler, 2018
10 Erika Wakayama, Künstlerin, 2018
11 Nikolaus Gerhard, Bildhauer, 2017
12 Michael Disqué, Künstler, 2018
13 Nora Gomringer, Lyrikerin, 2017
14 Sabine Schründer, Künstlerin, 2018
15 Connie Wong, Künstlerin, 2017
16 Thomas Taube, Filmregisseur, 2018

Exhibition view, Stadtgalerie "Alte Feuerwache", Amberg (2017)

„Was macht die Kunst?“ fragt der Prinz den Hofmaler Conti in Lessings Trauerspiel „Emilia Galotti“. „Prinz, die Kunst geht nach Brot“ lautet die Antwort des Künstlers.
Die Arbeit SAMMLUNG DER ANGEBISSENEN BROTSCHEIBEN VON PERSÖNLICHKEITEN AUS KUNST UND KULTUR, besteht aus Bildern von angebissenen Brotscheiben, in die Künstler und Kulturschaffende gebissen haben. Die Idee dazu resultiert aus der Auseinandersetzung mit dem künstlerischen Schaffen und der Notwendigkeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Dieser immanente Konflikt manifestiert sich auf selbstironische Weise in den angebissenen Brotscheiben. Die Künstler verewigen sich darin mit einem Biss, ähnlich wie bei einem Fossilien Abdruck, die Fotografie ist dabei das Konservierungsmittel. Jeder Biss ist wahrscheinlich so individuell wie ein Fingerabdruck, dennoch kann man daraus den Künstler nicht ableiten. Er geht in der Masse unter. Aber die Tatsache, dass der Biss in der Brotscheibe der eines ganz bestimmten Künstlers ist, generiert ihren Wert. Ein ähnliches Prinzip herrscht auf dem Kunstmarkt, vor allem wenn sie darauf abzielt zu verkaufen.
Das Werk liegt außerdem als Online-Archiv vor, das stetig erweitert wird und damit an den Gedanken von Dirk von Gehlen anknüpft, indem er die Kultur als Software denkt, als Prozess und nicht als Produkt. Durch die Digitalisierung verflüssigt sie sich und befindet sich im stetigen Wandel.
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